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Betriebliche Maßnahmen >> Maßnahmen >> Handlungsfeld Unternehmenskultur

Führung und Zusammenarbeit im Unternehmen

Einzelmaßnahme

Dialogisch-kooperative Führung und Zusammenarbeit im Unternehmen einführen.

Ziele

  1. Entwicklung einer Unternehmenskultur, die die sozio-psychologischen Bedürfnisse der Mitarbeiter mit den Zielen des Unternehmens integriert.
  2. Berücksichtigung, Anerkennung, Förderung und Entwicklung der unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnisse der verschiedenen Beschäftigtengruppen im Betrieb, insbesondere hinsichtlich generativer Aspekte.
  3. Entwicklung und Förderung von Dialog- und Kooperationsfähigkeit von Führungskräften und Mitarbeitern

Mittel

  • Leitlinien zur Führung und Zusammenarbeit entwickeln, kodifizieren und als verbindliche Handlungsanleitung im Unternehmen durchsetzen.

Inhalte/Formen

1. Zielsetzungen und Richtlinien hinsichtlich der Unternehmenskultur und der Integration des sozialen Systems im Unternehmen.
2. Konkrete, operationalisierbare Gebote zu Führung und Zusammenarbeit, bezogen auf:
      a)  das Verhältnis von Vorgesetzten und Mitarbeitern
             Beispiele:
      - Recht der Vorgesetzten zur Kontrolle der Arbeitsziele
      - Begründungspflicht für Entscheidungen von Vorgesetzten
      - Fürsorgepflichten der Vorgesetzten
      - Dienstleistungspflicht der Vorgesetzten
      b)  das Verhältnis der Mitarbeiter untereinander
      Beispiele:
      - Anerkennung von Erfahrung und sozialer Kompetenz
insbesondere der älteren Beschäftigten
      - gegenseitige Achtung
      -  Berücksichtigung von Stärken und Schwächen
      -  gegenseitige Unterstützung und Hilfe (Teamwork)
      -  Praktizierung des Kunden- Lieterantenprinzips in der Zusammenarbeit
      c)  die Integration von Führung und Organisationsstruktur
      Beispiele:
      -  weitgehende Delegation von Verantwortung
      -  Einräumen der notwendigen Entscheidungskompetenz
      -  Förderung und Anleitung zum selbstverantwortlichen Handeln
      -  „lokales“ Fachwissen akzeptieren, abfragen und fördern (=nutzbar machen)
      d)  Kommunikation und Information
      Beispiele:
      -  umfassende Information der Beschäftigten
      -  offene Aussprachen mit Vorgesetzten
      -  Regeln zum Umgang mit Lob und Kritik
      -  Gesprächswünsche von Mitarbeitern berücksichtigen
      -  bei Entscheidungen, die Expertise, Erfahrungen und Wünsche derjenigen
miteinbeziehen, die von diesen Entscheidungen betroffen sind.

 

Verantwortlich

  Unternehmensleitung, betriebliche Vorgesetzte, Beschäftigte

Schritte zur Umsetzung

  1. Die Unternehmensleitung legt Verfahrensweise und Teilziele fest.
  2. Das Vorhaben wird der Belegschaft vorgestellt und im Dialog als Konzept weiterentwickelt.
  3. Die Unternehmensleitung leitet daraus operationalisierbare Führungsgebote und Richtlinien zur Zusammenarbeit ab.
  4. Das Arbeitsergebnis wird mit allen Führungsebenen und dem Betriebsrat erörtert und verabschiedet.
  5. Es wird eine Probephase für den Zeitraum von einem Jahr vereinbart.
  6. Die Leitlinien zur Führung und Zusammenarbeit werden in einer Belegschaftsversammlung vorgestellt und erläutert.
  7. Jedes Unternehmensmitglied erhält ein Exemplar der Leitlinien vom betrieblichen Vorgesetzten persönlich ausgehändigt. Dabei ist eine Verpflichtung zur Einhaltung der Leitlinien zu unterschreiben.
  8. Die Unternehmensleitung macht nochmals deutlich, daß die Einhaltung der Leitlinien zu.r Führung und Zusammenarbeit in der Verantwortung jedes einzelnen liegt und ihre Umsetzung von hoher Bedeutung für den Erfolg des Betriebes und die Qualität der betrieblichen Atmosphäre ist.
 

 

Besonderer Hinweis

Es ist von zentraler Bedeutung für die Glaubwürdigkeit, und damit für die praktische Umsetzungsfähigkeit der Leitlinien für Führung und Zusammenarbeit, daß insbesondere die Geschäftsleitung und die betrieblichen Vorgesetzten sich im Kontext dieser Richtlinien vorbildlich verhalten.

 

Demographischer Wandel in derArbeitswelt

Ein Informationsdienst des hessischen RKW-Arbeitskreises "Gesundheit im Betrieb"
 

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