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Hospitationen (assistierende Mitarbeit) an unterschiedlichen Arbeitsplätzen im Unternehmen

Einzelmaßnahme:

Hospitationen (assistierende Mitarbeit) an unterschiedlichen Arbeitsplätzen im Unternehmen

Ziele:

  1. Förderung der Kooperation zwischen jüngeren und älteren Arbeitnehmern
  2. Neue Arbeitsbereiche kennen lernen
  3. Förderung des Verständnisses größerer Arbeits- und Produktionszusammenhänge
  4. Identifikation mit dem Betrieb als Gesamtsystem
  5. Bereichsübergreifende Verbesserungsvorschläge und Know-how und ldeentransfer
  6. Erfahrungslernen und Erfahrungstransfer, insbesondere zwischen jüngeren und älteren Arbeitnehmern
  7. Vorbeugung, bzw. Verhinderung des Erfahrungs- und Know-howVerlustes beim Ausscheiden älterer Beschäftigter
  8. Kommunikation und betriebsinterne Kontakte zwischen den Mitarbeitern intensivieren

Mittel:

  • Organisation eines Hospitationsprogramms

Inhalte/Formen:

Hospitationen (assistierende Mitarbeit) in einem Funktionsbereich, oder an anderen Arbeitsplätzen im Betrieb, auch in „fremden“ Bereichen.

Beispiel:

Produktionsmitarbeiter hospitieren in der Verwaltung und vice versa. Oder, Außendienstmitarbeiter hospitieren in der Produktion oder der Verwaltung des Unternehmens, etc. - Zeitlich differierende Formen. -Jeweilig kurze Einführung am Hospitationsplatz durch den dortigen Mitarbeiter. - Auswertung in Form von standardisierten Fragebögen.

Verantwortlich:

Personalabteilung, betriebliche Vorgesetzte

Schritte zur Umsetzung

  1. Beschluss der Unternehmensleitung, dass ein Hospitationsprogramm erarbeitet wird, nach dem jeder Mitarbeiter pro Jahr ein bis drei Hospitationseinsätze absolvieren soll.
  2. Personalabteilung definiert Ziele und Inhalte eines Hospitationsprogramms; hierbei wird die Idee der Förderung der Kooperation zwischen jüngeren und älteren Mitarbeitern besonders betont.
  3. Das Programm wird unter der Darstellung der Ziele, Absichten, Möglichkeiten und Regeln in der Betriebszeitung, oder einem anderen betriebsinternen Informationsmedium vorgestellt und erläutert.
  4. In einer Besprechung informiert und wirbt die Personalabteilung nochmals gesondert bei den betrieblichen Vorgesetzten für die Teilnahme und Umsetzung des Programms.
  5. Die betrieblichen Vorgesetzten melden Hospitationsmöglichkeiten und an Hospitation interessierte Personen an die Personalabteilung.
  6. Die Personalabteilung veröffentlicht Angebot und Nachfrage betriebsintern in Form einer Informationsbörse, in der Interessenten sich einen Überblick verschaffen können.
  7. Interessierte Mitarbeiter wenden sich direkt an die ausgewiesenen Abteilungen und deren Ansprechpartner. Dort erhalten sie weitere Informationen, können die Hospitationsstelle besichtigen und die notwendigen Vereinbarungen zum weiteren Ablauf treffen.
  8. Um Beeinträchtigungen der Betriebsabläufe soweit wie möglich zu reduzieren, werden Hospitationseinsätze zwischen dem Hospitanten, seinem betrieblichen Vorgesetzten und der Hospitationsstelle, inhaltlich und vor allem zeitlich abgestimmt.
    Ohne die Zustimmung der unmittelbaren betrieblichen Vorgesetzten ist eine Hospitation nicht möglich. Diese Zustimmung kann aber nur in Ausnahmefällen begründet verweigert werden.
  9. Im Anschluss an die Hospitation, erstellt der Hospitant einen kurzen, standardisierten Hospitationsbericht (Fragebogen), in dem u.a. Ideen und Verbesserungsvorschläge hinsichtlich des Programms, aber auch in Bezug auf die Hospitationsstelle enthalten sind, die er kennen gelernt hat.
  10. Diese Berichte werden ausgewertet. Die Ergebnisse werden mit den Hospitanten besprochen und sofern weitergehendem Interesse, auch in der Betriebszeitung oder in Betriebsversammlungen vorgestellt. Die Verbesserungsvorschläge und Anregungen in Bezug auf die Arbeitsabläufe der Hospitationsstelle, werden dieser direkt zur Verfügung gestellt.
  11. Nach einem Jahr findet eine Gesamtauswertung des Hospitationsprogramms statt. Es wird eine Entscheidung über die weitere Verfahrensweise getroffen.
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